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Hof Zuort
CH - 7556
Ramosch GR
Tel/Fax: 081 866 31 53
info@zuort.ch
Impressum
Text: P. R. Berry
Bilder: M. Galli
P. R. Berry
D. Jenny

100 Jahre Schweizerischer Nationalpark.
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Dr.med. Peter Robert Berry IV

Der Weiler ZUORT:

einmalig, authentisch, zeitlos.

ZUORT als Flurname (“Suord” romanisch, lat. surdus=taub) bezeichnet seit Urzeiten eine sanft ansteigende Waldlichtung am Ursprung des Val Sinestra, Landschaft des Jahres 2011.

Hirten der Neusteinzeit haben vor drei Jahrtausenden begonnen, diese und höhere Lichtungen (Charetschs) zu roden.

Heute erlebt man duftende Blu­menwiesen und Weiden als lebendiges Kulturdenkmal historischer Berglandwirtschaft.

Beidseits eingefasst von erodierenden Moränen, Zeugen der letzten Eiszeit, liegt der Weiler Zuort, ein Ort der Rast.

Gasthof und Stall, Chalet und Kapelle sind als historisches Ensemble in Gest­alt und Funktion erhalten.

Bäuerliche Kulturlandschaft, traditionelle Gastfreundschaft und eindrücklich unberührte Natur begegnen sich seit einem halben Jahrtausend. Dazu lebt seit hundert Jahren in Zuort hohe Kultur der Musik.

Fünf Kilometer Weg durch sonnige Wiesen und kurvenreich durch schattigen Wald - und plötzlich aus dunklen Tannen treten Sie unerwartet auf die Lichtung.

Friedrich Nietzsche, Der Wanderer* “... wenn er still, in dem Gleichmaass der Vormittagsseele, unter Bäumen sich ergeht, aus deren Wipfeln und Laubverstecken heraus lauter gute und helle Dinge zugeworfen werden, die Geschenke aller jener freien Geister, die in Berg, Wald und Einsamkeit zu Hause sind und welche, gleich ihm, in ihrer bald fröhlichen bald nachdenklichen Weise, Wanderer und Philosophen sind...“ aus Aphorismus 638.

Zu Fuss nach einer Stunde sind Sie nicht bloss in Zuort, sondern wirklich angekommen. Ruhe und Stille umgibt Sie, einzig  durch das Rauschen des Wildbachs unterbrochen. Die Nähe des gewaltigen Fichten- und Lärchenwaldes, gleichzeitig der Fernblick durch das unberührte Tal  über den Berghorizont des Unterengadins hinaus, lassen mit Leopard’s „l’infinito“ *  ein Diesseits und Jenseits  reflektieren.

Und nachts-kein einziges künstliches Licht-weiter mit Immanuel Kant: „der gestirnte Himmel über uns und das moralische Gesetz in uns“.